Ausgangssituation

Noch vor 100 Jahren bewohnte der Habichtskauz die Mischwälder Österreichs.
Seit Mitte des 20. Jahrhunderts kommt es nur mehr zu sporadischen Sichtungen ohne Brutnachweis. Hauptgrund für das Aussterben der größten Waldeule Mitteleuropas war einerseits die starke Bejagung, aber auch der sich veränderte Waldbau mit intensiver Nutzung. Aus diesem Grund wurde die Eule auch in den Anhang 1 der Vogelschutzrichtlinie aufgenommen.

Unter der Leitung von Dr. Richard Zink des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie in Wien wurde 2007 mit dem „Wiederansiedelungsprojekt Habichtskauz“ entlang der Alpennordseite begonnen. Die Zielsetzung dieses Projektes ist, die Populationslücke zwischen den nördlichen (Deutschland, Tschechien) und den südlichen Vorkommen (Slowenien, Italien) zu schließen.
Begleitend dazu wurde ein Aktionsplan mit Unterstützung zahlreicher Bundesländer,
wie auch der Steiermark und dem Lebensministerium entwickelt. In diesem Katalog wurden Maßnahmen und Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise zu einer Wiedereinbürgerung bzw. eines Monitoring erarbeitet. In dieser wissenschaftlichen Studie wurde die Anbringung von Nisthilfen als äußerst effizientes Mittel beschrieben um vermehrtes Wissen über mögliche Bestände zu bekommen.

Neben den Freilandaktivitäten wird auch dringend empfohlen Bewusstseinsbildung zum Habichtskauz in Form von Veranstaltungen (Fachtagung) und Öffentlichkeitsarbeit (Folder, Pressekonferenzen, Internet) etc. zu betreiben.