Auswilderung von Jung- und Alttieren

Jungtiere

.

Bei der Aufzucht von Jungtieren besteht die Gefahr einer Fehlprägung auf den Menschen. Daher wird weitgehend versucht , sowenig als möglich den Kontakt aufzunehmen. Die Tiere werden auch in einen von der Öffentlichkeit nicht besuchbaren Trakt aufgezogen. Futtermittel werden so verabreicht, das es zu keiner Fehlprägung von Jungtieren (durch Futterküken ) kommt.
Nachdem die Vögel flugfähig sind und ein normales Fluchtverhalten zeigen beginnt das Beutefangtraining in den Volierenanlagen. Dazu dient ein 4m2 grosser Behälter in denen Mäuse (möglichst naturfärbig) unter guten Versteckmöglichkeiten hineinkommen.
Als ideal hat sich herausgestellt, einen erfahrenen Altvogel zu den Jungvögel hinzu zu geben, da sie von ihm sehr leicht das Schlagen der Beute erlernen.
Als Abschluss des gesamten Auswilderungsprozedere wird versucht Arten bei denen der Lebensraum im Stationsareal ideal ist, auch weiter mit Futtermittel zu versorgen, um ihnen so noch bessere Chancen für eine gute Zukunft zu gewähren.  
Bei Arten die spezielle Lebensräume benötigen werden dementsprechende Gebiete gesucht, sodass auch bei diesen Arten eine höchstmögliche Überlebenschance besteht.

Alttiere

Die aufgenommenen Alttiere werden nach ihrer Versorgung wieder in einem geeigneten Lebensraum freigesetzt. Wichtig ist hierbei, dass die Tiere (Vögel) körperlich in einem erstklassigen Zustand (Federkleid, Muskulatur) sind, um in den harten Lebensbedingungen der Natur zu bestehen.