Luchsrisse

Der Überraschungsjäger

Foto: NP Kalkalpen / Fuxjäger

Hauptbeutetiere des Luchses sind in den Alpen vor allem Rehe
und Gämsen.
Sein durchschnittlicher Nahrungsbedarf beträgt ein Tier pro Woche.
Füchse, Hasen und Kleinsäuger werden selten geschlagen.
 
Der Luchs ist ein Lauer und Überraschungsjäger der seine Beute
aufgrund seines ausgezeichneten Gehörs frühzeitig ortet und seine
Beute durch Ansitz oder Pirsch erbeutet.
Deshalb müssen Luchse, um erfolgreich zu jagen,  sehr nah an ihre
Beutetiere heran und greifen aus einem Versteck oder erhöhten
Plätzen aus an.

Erreicht der Luchs das Beutetier, so hält er es mit den scharfen
Krallen fest und tötet es durch einen gezielten Biss in die Kehle
(selten in den Nacken).

 

Wie erkennt man einen Luchsriss?

Foto: NP Kalkalpen / Fuxjäger

Luchrisse festzustellen ist sogar für Experten schwierig.
 
Aus der Entfernung betrachtet weist ein vom Luchs getötetes
Huftier oftmals keine äußeren sichtbaren Verletzungen auf
 
Folgende Merkmale können auf einen Luchsriss deuten:

Krallenspuren die sogar die Decke durchschneiden
Vier bis acht tiefe, mittelgroße und saubere Einbisslöcher, die
nicht ausgefranst sind
Der Luchs bevorzugt das Muskelfleisch und beginnt meist die
Keulen anzuschneiden, selten die Schulter.
Binnen einer Woche frisst er - bis auf die Knochen, den
Verdauungstrakt, das Haupt und die Decke - seine Beute
komplett auf.
Einzelne Körperteile werden nicht abgetrennt!
Oft überdeckt er die Beute mit Laub Erde oder Schnee.