Fachtagung „Chance für den Luchs“

Unter Teilnahme zahlreicher Experten und Interessensgruppen fand im Brucker Weitental eine Fachtagung zum Thema „Chance für den Luchs“ statt. Diese Fachtagung wurde im Rahmen des Projektes „Bewusstseinsbildung Luchs in der Steiermark“ durchgeführt.

Diese Fachtagung unter dem Titel „Chance für den Luchs“ fand nun im Jugend- und Familiengästehaus Weitental statt. Hochkarätige Experten aus dem In- und Ausland referierten dabei über den Luchs und diskutierten die Situation und die Zukunft dieser Großkatze in der Steiermark und in den Ostalpen. Schon allein die Tatsache das 60 Teilnehmer aus 7 verschiedenen Bundesländern anreisten, zeugt von der Tatsache das zum Thema „Rückkehr des Luchses in Österreich“ enormes Interesse herrscht.

 In einem sachlichen Miteinander kam man zum einhelligen Einverständnis, dass es in der Steiermark und im Österreichischen Teil der Alpen immer wieder einzelne Luchsbestandshinweise gibt, aber man nicht von einer reproduzierenden Population sprechen kann. Die Erkenntnis aus dem Vortrag von Frau Dr. Anja Molinaris vom Projekt SCALP, dass zukünftig auch mit keiner Zuwanderung von Luchsen aus den benachbarten Alpenländern zu rechnen sei, war richtungsweisend und eindeutig.

Aus diesem Grund erscheint es sinnvoll Grundlagenarbeit wie Monitoring zu verstärken, Luchsrissbegutachter weiterhin auszubilden und ernsthaft an eine Bestandsstärkung zu denken. Als äußerst positiv gilt es zu vermerken, dass seitens der Jägerschaft als Hauptbetroffene eine positive Grundstimmung zum Thema Luchs zu bemerken war und diese schöne Katze wieder gute Chancen besitzt in ihre alte Heimat zurückzukehren.

Flash ist Pflicht!

Alles in allem verlief die Fachtagung trotz des brisanten Themas äußerst konstruktiv. Man kann durchaus von einer gelungenen Veranstaltung sprechen, die die gewünschten Erwartungen, die Istsituation des Luchses zu beleuchten und Rahmenbedingungen abzustecken unter denen die Rückkehr des Luchses in unsere Wälder möglich erscheint, voll erreicht hat. Für die Zukunft wünscht sich Projektleiter Siegfried Prinz, dass alle Interessierten und Betroffenen dem Luchs gegenüber weiterhin so positiv eingestellt bleiben und an der Rückkehr des Luchses in unseren Naturraum mitwirken.