Mittwoch 30. Mai 2018

Das Naturschutzzentrum feiert sein 40-jähriges Bestehen

 

Foto © Roland Theny

LR Anton Lang, Gerd Stefanzl, Sigi

Prinz und Bgm. Peter Koch.

Das Weitental ist wohl einer der schönsten Naturjuwele in der Region. Nur wenige Gehminuten vom Zentrum von Bruck an der Mur entfernt, liegt das beliebte Erholungsgebiet, das in vielfacher Hinsicht etwas zu bieten hat. Herzstück ist das Naturschutzzentrum, das im Jahre 1977 von vier Biologiestudenten unter der Leitung von Gerd Stefanzl ins Leben gerufen wurde. Damaliger Schwerpunkt war der Aufbau einer Eulen- und Greifvogelstation zu Forschungs- und Nachzuchtzwecken sowie der Biotopschutz. Danach wurde das Zentrum Schritt für Schritt idealistisch von einer Handvoll engagierter Personen aufgebaut.


Mit Übernahme der Leitung durch Siegfried Prinz im Jahre 1990 wurde die Station durch den Bau von großzügigen Volieren und Gehege-Anlagen maßgeblich vergrößert. Fünf Jahre später stellte man das Naturschutzzentrum unter Bürgermeister Bernd Rosenberger auf professionelle Beine. Dazu wurde ein Trägerverein zur Förderung des Naturschutzzentrums ins Leben gerufen, was auch den Beginn der touristischen Nutzung dieses Naturjuwels markierte.

Bereits 1995 erhielt die Stadt Bruck für das Projekt Weitental den Landesumweltpreis. Viele weitere Projekte und Auszeichnungen folgten, die den Bekanntheitsgrad des Naturschutzzentrums österreichweit steigerten. Im Zuge der Landesausstellung 2006 in Bruck wurden sämtliche Infrastrukturen neu errichtet bzw. adaptiert. So stehen nun auf 40.000 m2 modernste Volieren und Gehegeanlagen, Bildungspavillons sowie ein Seminar und Erlebnisraum zur Nutzung der vielfältigen Aufgaben zur Verfügung.Das Naturschutzzentrum Bruck ist als Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation desLandes Steiermark tätig und hat sich in erster Linie den Schutz von Eulen- und Greifvögelnzur Aufgabe gemacht. Zudem werden hier verschiedene andere Vogelarten sowie untergeordnet Kleinsäuger (Wildtiere) vorübergehend zur Pflege aufgenommen. Jährlich werden rund 400 Wildtiere verwahrt, versorgt, gesund gepflegt und zu einem Großteil wieder ausgewildert. Permanent befinden sich etwa 150 geschützte Tiere in der Auffangstation, allen voran fehlgeprägte Arten, die beschlagnahmt wurden oder Dauerverletzte, die nicht mehr auswilderbar sind.Das Jubiläum „40 Jahre Naturschutzzentrum" wurde mit einem Fest im Weitentalgebührend gefeiert. Gerd Stefanzl, einst Gründer des Zentrums, berichtete über die Geburtsstunde des Naturschutzzentrums, und Johann Zebinger vom Referat Naturschutz des Landes Steiermark lobte die hervorragende Arbeit, die im Weitental seit Jahrzehnten tagtäglich geleistet wird.

Landesrat Anton Lang hob die Bedeutung des Naturschutzzentrums für die gesamte Steiermark hervor und meinte, dass andere Bundesländer „neidvoll hierher blicken". Bürgermeister Peter Koch verwies auf die stetige Weiterentwicklung des Naturschutzzentrums, das eine wahre „Perle der Natur" sei. Koch überreichte dem Leiter Siegfried Prinz und Andreas Steininger, Vorstandsmitglied des Trägervereins, für ihren stetigen Einsatz eine Ehrenurkunde der Stadt Bruck. Gemeinsam mit Lang eröffnete das Stadtoberhaupt auch die neuen Volieren für Greifvögel und Eulen, die Wasservolieren sowie eine moderne Quarantäne- und Krankenstation.
Im Rahmenprogramm demonstrierte die Wildbachverbauung eine Flutung des
Naturschutzzentrums und Kinder konnten bei „Wildniswissen" ihre Kenntnisse über die Natur unter Beweis stellen. Für die musikalische Umrahmung des Festes sorgten die Jagdhornbläser sowie die Gruppe Fiedlkouch.