Montag 19. September 2016

Mehr Platz für den Tierschutz im Weitental

Von: Von Martina Pachernegg

Bgm. Straßegger, S. Prinz, LR Lang

Im Naturschutzzentrum Weitental in Bruck entsteht eine Quarantäne- und Krankenstation. Insgesamt werden 277 Quadratmeter umgebaut.


"Diese Auffangstation ist einzigartig. Andere Bundesländer blicken neidisch hierher“, sagt Landesrat Anton Lang bei einer Begehung des Naturschutzzentrums Weitental in Bruck. Um sich weiterhin tierschutzgerecht um verletzte Wildvögel und -tiere kümmern zu können, wurde das Zentrum nun auf rechtlich abgesicherte Beine gestellt.
„Wir wollen uns für die Zukunft absichern und alle Voraussetzungen als Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation erfüllen“,
erklärt Siegfried Prinz, der das Naturschutzzentrum seit 26 Jahren leitet. Hierzu ist die Errichtung einer Quarantäne- und Krankenstation notwendig. „Die Gesamtkosten belaufen sich auf 100.000 Euro, wobei das Naturschutzzentrum 30.000 Euro in Eigenleistung erbringt“, so Lang. Das Land Steiermark finanziert die restlichen 70.000 Euro durch eine Förderung aus dem Bereich Tierschutz.

Jede Menge Platz

Im Frühjahr 2017 soll das Projekt im Brucker Naherholungsgebiet abgeschlossen sein. „Die Bauarbeiten werden einige Monate in Anspruch nehmen und finden im nördlichen Teil der Anlage statt. Ich hoffe, dass wir zu Ostern fertig sein werden. Vorleistungen wie Leitungen verlegen können wir jetzt schon machen“, erklärt Prinz.

Eine 33 Quadratmeter große Scheune wird zum Quarantänebereich umgebaut und mit einem Außengehege versehen werden. „Insgesamt wird diese Station 133 Quadratmeter groß werden. Für die Krankenstation sind 144 Quadratmeter vorgesehen“, resümiert Prinz. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Naturschutzzentrums ist für Prinz unter auch anhand der Ausbauten ersichtlich: „Erst im vergangenen Jahr haben wir uns um eine Voliere erweitert.“

Alle Neuzugänge in der Auswilderungsstation werden künftig rund zwei Wochen lang in der Quarantänestation ausharren müssen, um die Inkubationszeit von Krankheiten dort abzuwarten. „In dem großen Außengehege wird es den Tieren mit Sicherheit gut gehen“, erklärt Prinz.