Sonntag 12. April 2015

Landesrat Kurzmann zu Gast im Naturschutzzentrum

Von: Von Martina Pachernegg

Landesrat Gerhard Kurzmann

Doppelte Förderung für ein Paradies

Das Land Steiermark unterstützt das Naturschutzzentrum Bruck bis 2018 künftig mit 70.000 Euro jährlich. Die Finanzierung des Zentrums von Siegfried Prinz ist somit gesichert.


Siegfried Prinz hat allen Grund zur Freude. Dem Leiter des Naturschutzzentrums Bruck wurde eine große Last von den Schultern genommen. „Bis 2018 wird das Land das Naturschutzzentrum mit 70.000 Euro jährlich unterstützen“, verkündet Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann bei einer Besichtigung. Regierungskommissär Hans Straßegger stellt mit einem breiten Lächeln fest:
„Es freut mich sehr zu hören, dass die bisherigen Förderungen verdoppelt worden sind. Das Zentrum, der Lebensinhalt von Prinz, wird dadurch geehrt. Sein Einsatz geht schließlich weit über das normale Maß hinaus.“

Das Naturschutzzentrum wurde 1977 gegründet und beherbergt jährlich etwa 400 Wildtiere, die nach Möglichkeiten gepflegt, aufgepäppelt und wieder freigelassen werden. Über die Jahre hat sich Prinz mit seinem Zentrum einen guten Namen in der einheimischen Tierpflege erarbeitet. „Ihre Aktivitäten hier sind allgemein anerkannt. Daher wundert es auch nicht, dass die Förderung des Projekts einstimmig beschlossen worden ist. Jetzt gilt es, dieses Zentrum innerhalb der Steiermark noch bekannter zu machen“, erklärt Kurzmann. Die großen Eulen, die majestätischen Habichtkauze, die quirlige Fuchsdame und die zwei jungen Igel haben beim Landesrat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Dieser grüne idyllische Platz muss unterstützt werden“, sagt Kurzmann.

Paradies in der Natur

Das Naturschutzzentrum bietet jedoch mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Auf dem gesamten Areal sind Sitzbänke und Schautafeln verteilt. „Die Geldmittel des Landes dürfen nicht nur die Sanierung des Landesstraßennetzes fließen, sondern müssen auch in nachhaltige Umweltprojekte investiert werden“, ermahnt Kurzmann und schaut einer Gruppe Kindergartenkindern dabei zu, wie sie die unterschiedlichen Vögel in den großen Volieren bestaunen. Die Wildnisschule vermittelt allen Interessierten Wissen um und über den Wald und die Tiere, die ihn bewohnen. „Kaum vorzustellen, dass sich dieses Naturparadies knapp 15 Gehminuten von der Brucker Innenstadt entfernt befindet“, sagt der Brucker Citymanager Andreas Steininger.
Über eine Vogelvoliere wird derzeit noch gesprochen.
Kurzmann hat aber noch weitere Ideen in Sachen Tier- und Umweltschutz für die Steiermark: „Wir versuchen Wildnisgebiete zu schaffen.“ Ziel ist es, natürliche Verfallsprozesse in Wäldern zuzulassen und so den Tieren im Wald einen natürlichen Lebensraum zu ermöglichen. „Bereiche in der Obersteiermark wären eventuell für das Vorhaben geeignet“, so Kurzmann.