Sonntag 30. April 2017

Rettung einer kleinen Waldohreule

Von: Von Bettina Kuzmicki

© KK

Kinder der Volksschule Lichendorf fanden den kleinen „Flauschi“. Mittlerweile ist er gut in seinem vorübergehenden Zuhause, dem Naturschutzzentrum Weitental, angekommen.


Mach’s gut, ich komme dich besuchen“, flüstert Hubert Tuscher der kleinen Waldohreule zu, ehe er das Federknäuel an Roland Prinz vom Naturschutzzentrum Bruck an der Mur übergibt. Traurig ist der Misselsdorfer dennoch nicht, dass der kleine „Flauschi“ nicht bei ihm zur Aufzucht bleiben kann. „Im Naturschutzzentrum kann dies artgerecht passieren und das ist ganz wichtig für die Auswilderung“, so Tuscher.
Aber wie kam die kleine Waldohreule überhaupt zu ihm? Kinder der Volksschule Lichendorf haben in der Pause beim Spielen im eigenen Schulwald den etwa zwei Wochen alten Vogel gefunden. Maria Faulent, Mutter von Schülerin Vanessa, kontaktierte daraufhin den Misselsdorfer Berg- und Naturwächter. Tuscher übernahm die Erstversorgung des kleinen Kerls, den Vanessa und ihre Freundin Tamara inzwischen „Flauschi“ getauft haben. „Waldohreulen stehen unter Artenschutz, daher habe ich mit dem Naturschutzzentrum in Bruck Kontakt aufgenommen“, so Tuscher. Bis Flauschi transportfähig war, wurde er in der Südoststeiermark bestens versorgt. „Sein Appetit ist sehr ordentlich, aber er ist ein angriffslustiges kleines Kerlchen“, lacht Tuscher.
Siegfried Prinz vom Naturschutzzentrum erklärt: „Jetzt kommt Flauschi erst einmal auf die Krankenstation zum Aufpäppeln und dann übersiedelt er in die Voliere zu seinen Artgenossen. Und im Spätsommer oder Herbst passiert die Auswilderung, das geht bei Eulen meist relativ problemlos.“